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Seminar V - Neuwerk

Mittwoch, 30. Juni 2010

Letzte Woche fand unser allerletztes FÖJ-Seminar auf Neuwerk statt. Das ist eine Insel im Wattenmeer bei Cuxhaven, die aber zu Hamburg gehört. Weil es dort auch eine Einsatzstelle gibt und vorallem, weil es so schön dort ist, findet hier jedes Jahr das fünfte und letzte Seminar statt.

Nachdem wir mit dem Zug bis nach Cuxhaven gefahren waren, sind wir schließlich mit mehreren Pferdekutschen ca. eine Stunde durchs Watt bis zur Insel gefahren.

Auf der Insel angekommen bezogen wir unsere zwei Häuser und starteten die Woche mit einer Insel-Ralley. Die dauerte immerhin zwei Stunden, dabei mussten wir nur etwa 6-7 km laufen, um die ganze Insel einmal zu umrunden. Neuwerk ist ziemlich winzig, was uns erst richtig bewusst wurde, als wir am letzten Tag auf dem Leuchtturm standen und alles überblicken konnten. Nur 36 Menschen leben hier, zuzüglich der Saisonarbeiter und regelmäßig wechselnder Gäste. Aber es gibt eine eigene Schule mit immerhin drei SchülerInnen :).

Wir verbrachten unsere urlaubsähnlichen Tage mit Wattwanderungen, Vogel-, Salzwiesen- oder Seehunds-Touren, mit Workshops zu “Meer und Kultur” und “landart” und mit gaaaanz viel frischer Luft und Sonnenschein. Alle sind ordentlich braun (und so mancher auch rot) geworden und ich glaube, so ziemlich jeder hat es total genossen, ein paar Tage auf so einer grünen, Auto-freien Insel zu verbringen.

Besonders schön fand ich, dass wir uns alle noch ein bisschen besser kennen gelernt haben und ganz viel Zeit miteindander hatten. Hoffentlich lässt sich der eine oder andere Kontakt aufrecht erhalten.

Jetzt noch ein paar meiner Fotos zum Träumen, heute mal etwas größer als meistens :).

janina-und-evakutschfahrt

wiese-und-leuchtturmhamburgflagge

krebswatt

blumenwiesesonnenuntergang

haus-und-turmhaus-von-oben

foj-neu

Die Qual der Wahl

Freitag, 28. Mai 2010

Ich suche schon seit einigen Tagen verzweifelt nach einem Thema, über das ich mal wieder einen Blogeintrag schreiben könnte. Aber irgendwie will mir keines so richtig einfallen. Es gibt zwar so dies und das im Büro zu tun, aber so etwas besonderes wie der Kirchentag oder ein Vortrag war nicht dran.

Deswegen habe ich mich entschieden, trotzdem zu schreiben und eben darüber zu berichten, dass es nicht viel zu berichten gibt ;).

Nur einen “Außeneinsatz” hatten wir, wie mir gerade einfällt. Wir waren nämlich im Süd-Nord-Kontor und haben wieder gaaanz viele süße Leckereien für unser Fair-Handels-Regal eingekauft. Das bringt jedes Mal total viel Spaß, auch wenn es gar nicht so einfach ist, sich zwischen den ganzen schönen Sachen zu entscheiden. Aber es erfreut jedesmal fast alle Mitarbeitenden, wenn das Regal wieder befüllt ist.

schoki-1 schoki

Ansonsten gibt es nur hier und da was zu tun: Vorbereitungen für einen Vortrag über Gerechtigkeit in einem Seniorenkreis kommenden Mittwoch, Vorbereitungen für den Schleswig-Holstein-Tag nächstes Wochenende…

Außerdem hatten wir vier spannende BewerberInnen für das FÖJ 2010/2011 hier.

Janina bastelt an einer Fühlkiste für ein Kita-Spiel, Koffer werden ausgeliehen und zurück gebracht…

So kann der Alltag im FÖJ eben auch aussehen. Wie sieht euer Alltag aus?

Vorbereitungen

Dienstag, 11. Mai 2010

Morgen fahren wir mit der Infostelle Klimagerechtigkeit zum Ökumenischen Kirchentag nach München. Also laufen die Vorbereitungen heute - einen Tag vor Abreise - auf Hochtouren. Janina und ich haben eine besonders schöne Aufgabe bekomen. Wir musste relativ schlichte Papiertüten mit einem überdimensionalen Stempel bedrucken. Denn vorher stand auf den Tüten nur “Ich will mehr” drauf. Das war uns zu ungenau und missverständlich. Also muste ein neues Design her.

——kopie-von-erst--—–kopie-von-dann

Jetzt steht auf den Tüten folgender Text:

Ich will mehr…

… Klimagerechtigkeit | Erneuerbare Energien | normale Jahreszeiten | Klimaschutz | vor dem Aussterben bewahrte Tierarten | Leute pro Auto | Standbyabschalter | abgeschaltete Atomkraftwerke | öffentliche Verkehrsmittel | Kyotoprotokollunterzeichner | Verantwortung | Umdenkerinnen | Chancen für Chancenlose | dezentrale Energieversorgung | Bereitschaft unbequem zu sein | Lebensräume für bedrohte Tiere | Biogasanlagen | gesunde Wälder | Verzichten um zu bewahren | grüne Daumen | grüne Gedanken | saubere Luft | Visionen für eine klimagerechte Welt | Solarzellen auf den Dächern | Fahrradwege | Vernunft | Leute die sich engagieren | Zukunft für nachfolgende Generationen | Energieeffizienz | Windräder vor blauem Himmel | Energieplus-Häuser |
Gastrecht und Teilhabe für alle Menschen.

Und was willst Du?

Wie wir und unser Büro jetzt aussehen, das könnt ihr euch sicher vorstellen…

farbe _______ hände

janina-arbeitet _______ boden-voll-tüten

Aber auch der Eingangsbereich im Flur sieht super aus. Alles steht voll mit Kisten und Kartons, dem Glücksrad, Klapptischen, Aufstellern und Flyer-Regalen. Das muss heute alles noch in den Transporter geladen werden, mit dem dann Morgen früh drei von uns nach München aufbrechen. Janina und ich fahren allerdings mit dem Sonderzug, der extra für den Kirchentag eingerichtet wurde. Mit uns fahren noch zwei weitere FÖJlerinnen, die an dem selben Stand arbeiten werden, wie wir.

Denn unser Stand wird ein Zusammenschluss aus drei unterschiedlichen Projektstellen sein:
der Infostelle Klimagerechtigkeit, der Nordelbischen Klimakampagne, die im Juni diesen Jahres startet, und “Kita ökoplus”. Wir werde Infomaterialien aus allen drei Stellen mitnehmen und unsere Arbeit präsentieren. Ziel wird nämlich sein, die KirchentagbesucherInnen über unsere Arbeit zu informieren und Ideen und Anregeungen für eigene Projekte zu geben.

Besondere Anreize, unseren Stand zu besuchen, werden ganz bestimmt das Klimaglücksrad und das Energiefahrrad sein. Am Klimaglücksrad können Groß und Klein ihr Wissen zum Klima und Klimawandel unter Beweis stellen und kleine Preise gewinnen.
Das Energiefahrrad ist ein umgebautes Trainingsfahrrad für zuhause. Hier können die BesucherInnen ordentlich in die Pedale treten und merken, dass es immer anstrengender wird, je mehr Stromkreise reingeschaltet werden. Die ganz Ausdauernden können schließlich gleichzeitig einen Wasserkocher betreiben, Radio hören und eine normale und eine Ernergiesparlampe zum Leuchten bringen.  Das kostet dann aber auch schon ordentlich Energie - menschliche Energie. Ein super Lerneffekt!

Janina und ich sind schon total gespannt auf dem Kirchentag und auf München. Besonders Janina, die noch nie dort war. Ich war vergangenen März schon einmal  mit meinem Vater in München, weil wir die Zugspitze besucht haben.
Besonders freue ich mich auf viele interessierte Leute, die zum Kirchentag kommen werden, aber auch darauf, ganz viele bekannte Gesichter zu sehen. Denn so manch einer meiner Freunde und auch zwei meiner Cousinen werden aus anderen Städten nach München kommen. Das wird also ein buntes Wiedersehen.

Fährst Du vielleicht auch nach München? Dann komm uns doch mal an unserem Stand in der Halle A3 besuchen :).

Update

Mittwoch, 14. April 2010

Kaum zu glauben, dass wir schon wieder Mitte April haben und mein letzter Eintrag am 25.03. war. Da wird es ja dringend mal wieder Zeit, etwas zu schreiben.

Ende März mussten wir uns in der Infostelle Klimagerechtigkeit von zwei ganz lieben Kolleginnen verabschieden: Julia war leider nur für etwa ein 3/4 Jahr als Elternzeitvertretung für eine andere Kollegin hier. Und Uli erwartet selbst ein Kind und ist jetzt im Mutterschutz.
Das war natürlich ganz schön traurig, als wir die beiden verabschieden mussten. Aber dafür haben wir ja jetzt wieder Judith hier, die durch Julia vertreten wurde. Und in ein paar Tagen fängt eine neue Julia als Vertretung für Uli an. Könnt ihr mir noch folgen :)?

Die letzten Tage stand sonst vor allem Büroarbeit an. “Außeneinsätze” kommen jetzt erst langsam wieder, wenns wärmer wird.

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für den ökumenischen Kirchentag im München im Mai, müssen einen Fair-Trade-Vortrag nächsten Samstag vorbereiten und außerdem bin ich mitverantwortlich, das 4. FÖJ-Seminar in Hamburg zu organisieren.

Das Thema des FÖJ-Seminars  lautet “Hamburg - Stadt als Lebensraum”. Allerdings gibt es noch vier Unterthemen, nämlich “Wirtschaft und Handel”, “Mobilität”, “Wohnen” und “Natur”. Ich bin mit zwei anderen Frauen für die Planung der Natur-Tage zuständig.
Wir haben ne ganze Menge vor in den drei Tagen, die uns zur Verfügung stehen. Unter anderem werden wir mit unseren 9 Leuten eine Rallye durch den Hamburger Park “Planten un Bloomen” machen. Zur Planung der Strecke und Fragen waren wir vor zwei Tagen dort. Das war eine nette Arbeitszeit, so schön in der Sonne und zwischen den ganzen Blumen und Bäumen :)!

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Ich wünsche euch allen auch ein paar sonnige Tage und schöne Momente in eurem Arbeits-, Schul-, Studenten-, FÖJ-, FSJ- ….Alltag :).

Interview-Vorbereitung

Mittwoch, 10. Februar 2010

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Ich habe euch ja schon am Montag erzählt, dass ich gefragt wurde, ob ich ein Interview für ein Jugend-Internetradio geben möchte. Da der Termin dafür immer näher rückt (morgen Vormittag, 11 Uhr), bin ich doch langsam ein bisschen aufgeregt und bereite mich darauf vor, indem ich mir Karteikarten für mögliche Themen und Fragen schreibe.

Zum Glück habe ich sehr kompetente Chefinnen und Leute in der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung, die mir alle sinnvolle und beruhigende Tipps geben konnten. Es ist ja auch eigentlich gar nichts Großes, aber trotzdem … :)

Was liegt bei euch gerade so an?

Vom Briefe-eintüten und Interview-Plänen

Montag, 08. Februar 2010

Diese Woche werde ich alleine in unserem Büro sein, weil Janina mit ihrer FÖJ-Gruppe zum 3. Seminar gefahren ist. Nächste Woche fahre ich dann weg. Wir Hamburger FÖJlerInnen wurden nämlich in zwei “Klein-”Gruppen aufgeteilt, weil 55 Leute für eine Gruppe und die meinsten Häuser einfach zu viele sind. Aber das vierte und fünfte Seminar werden wir wieder mit allen gemeinsam verbringen.

Auf jeden Fall ist es jetzt ganz schön still hier, aber ich habe natürlich etwas mehr zu tun als sonst, schließlich will die Arbeit für zwei erledigt sein.

Vormittags habe ich bei einer Eintüt-Aktion geholfen. Denn es wurden 1000 Exemplare einer neuen Publikation verschickt: Immer das Anschreiben, einen Bestellzettel und eine Anschauungsexemplar in einen Umschlag stecken, schön drauf achten, dass der Name auf dem Anschreiben und Bestellzettel übereinstimmt, zukleben. Ist auch die Adresse im Adressfenster vorne zu sehen? Sonst hast du was falsch gemacht! Und bloß nicht die Reihenfolge durcheinander bringen, schließlich gehen die Briefe nach Postleitzahl sortiert raus…

Klingt kompliziert und anstrengend? Ich finds eigentlich ganz lustig und helfe immer gerne, wenn mal wieder eine Versand-Aktion ansteht. Und je mehr Leute helfen, um so schneller gehts auch.

In meinem Posteingang habe ich später eine E-Mail gefunden, in der mich eine Frau vom Internetradio Crosschannel.de (das ist das Jugendradio vom ERF in Wetzlar) gefragt hat, ob ich zu einem Interview über das FÖJ und meine Einsatzstelle bereit wäre. Klingt spannend, oder? Ich bin jetzt zwar ein bisschen aufgeregt, habe aber noch ein paar Tage Zeit, mich innerlich darauf vorzubereiten. Am Donnerstag um 11 Uhr wollen wir dann nämlich ein Telefoninterview führen. Dann dürft ihr mich also nicht anrufen… die Leitung muss frei bleiben ;)!

Klimahaus Bremerhaven

Montag, 25. Januar 2010

Habe ich euch eigentlich schon von unserem Ausflug in das Klimahaus Bremerhaven erzählt? Es ist schon ein paar Tage her, aber bestimmt noch einen Blog-Eintrag wert.

Mit der gesamten Hamburger FÖJ-Gruppe, also mit gut 55 Leuten, trafen wir uns früh morgens am Hauptbahnhof um von dort aus mit einem gemieteten Bus nach Bremerhaven ins Klimahaus zu fahren. Auf Grund der Wetterlage und den damit verbundenen schlechten Straßenverhältnissen entschied sich der Busfahrer gegen die A1 und für die Bundesstraße. So waren wir gut 3,5 Stunden unterwegs, allerdings auch mit mehreren kurzen Stops.

Im Klimahaus angekommen besuchten wir in drei kleineren Gruppen die vier unterschiedlichen Bereiche der Ausstellung. Meine Gruppe, in der glücklicherweise auch Janina war, hat sich zu erst auf die “Reise” begeben. In einer einmaligen Ausstellung wurden wir in mehreren Räumen durch die unterschiedlichsten Länder, Kontinente und Klimazonen geleitet. Unser Weg führte durch Bremerhaven, das Isetal (Schweiz), Sardininen (Italien), Kanak (Niger), Ikenge (Kamerun), Königin-Maud-Lamd (Antarktis), Satitoa (Samoa), Gambell (Alaska) und Hallig Langeneß (Deutschland). Es gab viel zu bestaunen und auszuprobieren, überall erwartete uns ein anderes Klima das irgendwo ziwschen eisigen Minustemperaturen und tropischen 35 Grad Celsius lag. Dabei fuhren wir Zug, Seilbahn und Auto, kamen durch die Wüste, mussten bei Nacht durch den Dschungel laufen, über Hängebrücken klettern, die vereisete Einsamkeit der Antarktis durchqueren, begegneten bunten Fischen und Urlaubsfeeling am Strand, Insekten und Echsen.

Klimahaus BremerhavenKlimahaus Bremerhavenalle-bilder-ab-september-601Klimahaus Bremerhaven

Nach der Reise aßen wir etwas und begaben uns anschließend noch in die drei anderen Bereiche der Ausstellung. Als erstes gingen wir in die Ausstellung “Chancen”. Hier ging es darum, seine eigene Beteiligung am Klimawandel zu verstehen und was man selbst alles bewegen kann. An kleinen Monitoren ließ sich die eigene CO2-Bilanz berechnen, ähnlich wie beim ökologischen Fußabdruck. Mittels vieler verschiedener Spiele und Versuche bekamen wir Tipps zum Energiesparen und klimabewussten Leben.

In der Austellung “Elemente” ging es - wie könnte es anders sein - um die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Was haben die Elemente mit unserem Klima zu tun? Was wäre, wenn plötzlich auf der ganzen Erde keine Sonnne mehr scheinen würde? Wie fühlen sich die Windstärken eigentlich an? All diese Fragen und noch vieles Mehr bekamen wir hier beantwortet. Dazu konnten wir dutzende Versuche und Experimente machen und ganz viel ausprobieren.

alle-bilder-ab-september-615Klimahaus BremerhavenKlimahaus BremerhavenKlimahaus Bremerhaven

Wie es im Jahr 2050 auf unserem Planeten aussehen könnte, verdeutlichte die letzte Ausstellung “Perspektiven”. In verschiedenen Szenarien wurde dort dargestellt, wie es mit der Erde weiter gehen könnte, wenn sich nichts an unserem Klima ändert und wir einfach so weiter machen, wie bisher. Jedem Land aus der “Reise” wurde ein eigener Bereich gewidmet und auch dargestellt, welche klimatischen Veränderungen schon heute zu einer Bedrohung für die Menschen dort werden.

Nachdem wir so viele neue Eindrücke gesammelt hatten und extrem viele interessante Dinge über das Klima erfahren hatte, fuhren wir etwas erschöpft aber ganz zufrieden nach Hause. Der einzige Nachteil an der Ausstellung ist meiner Meinung nach, dass es einfach so viel zu sehen, lesen und ausprobieren gibt, dass man irgendwann aufgibt, alles gelesen zu haben. Dafür müsste man wohl noch mal und noch mal hinfahren. Wenn ihr auch mal nach Bremerhaven ins Klimahaus wollt und auf dem 8. Längengrad Ost die Erde bereisen wollt, ich kann es euch nur dringenst empfehlen.

Hier könnt ihr euch weiter informieren.

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