Klimaschädling “Flugzeug”

18. Januar 2010

Hier nun Lösung Teil 2 meines Bilderrätsels, passend zum Gerücht:
“Flugzeuge sind klimafreundlicher als Autos”

Flugzeug 001

Leider handelt es sich hier um einen weit verbreiteten Irrtum, denn ein Flugzeug verursacht eine mehr als doppelt so hohe CO2-Emission pro Person und Kilometer wie ein Auto.

Vergleicht man Flugzeug, Pkw, Bahn, Bus und Fahrrad bezüglich ihres CO2-Ausstoßes (in Gramm pro Kopf und Kilometer) miteinander, zeigt sich folgende Rangordnung:

  1. Platz: Fahrrad (0g)
  2. Platz: Reisebus (20g)
  3. Platz: Bahn (40g)
  4. Platz: Moderner Mittelklasse-Pkw (150g)
  5. Platz: Flugzeug (380g)

Hinzu kommt, dass Flugzeuge klimaschädliche Kondensstreifen in hohen Luftschichten produzieren. Kondensstreifen bestehen aus flüssigen oder gefrorenen Wassertropfen und entwickeln sich zu künstlichen Wolken. Diese Wolken verhindern zwar, dass das Sonnenlicht ungehindert auf die Erde scheint, sie behindern aber auch eine Rückstrahlung der Erdwärme ins Weltall. Demnach muss man die Wirkung des CO2-Ausstoßes von Flugzeugen für einen gleichwertigen Vergleich verdreifachen.

Für einen selbst könnte man sich also überlegen, ob es wirklich immer mit dem Flugzeug in den Urlaub gehen muss oder ob man nicht auch mal mit dem Zug oder einer Busgesellschaft verreisen könnte. Wer aber gar nicht aufs Fliegen verzichten kann/möchte, dem kann ich vorschlagen, die Internetseite der Infostelle Klimagerechtigkeit zu besuchen und sich über den FlugFairCare-Fonds zu informieren. Es handelt sich hierbei um die Möglichkeit, eine Ausgleichszahlung für die eigenen Flugkilometer zu bezahlen. Mit den Geldern werden schließlich Klimaschutzprojekte in ärmeren Ländern des Südens unterstützt.

FlugFairCare-Fonds: Mehr dazu hier!

Des Rätsels Lösung Teil 1

15. Januar 2010

Eine Mutige hat es gewagt, eine Antwort auf meine Rätselfrage zu gegeben, was eine Kuh, ein Flugzeug und ein T-shirt auf diesem Klimablog zu suchen haben. Vielen Dank dafür, Anna, deine Antwort ist gar nicht schlecht! Stück für Stück werde ich hier noch einige Ergänzungen dazu liefern, warum Kühe, Flugzeuge und T-shirts extrem schädlich für unser Klima sind. Vorher noch eine kurze Erklärung, was ich eigentlich mit den gemalten Bilder vor habe:

Die Bilder sind für die „Klima-Gerüchteküche“ gedacht, von der ich schon vor einiger Zeit berichtet habe. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre, in der aufgeklärt werden soll, was es mit den gängigen Klimagerüchten auf sich hat. Natürlich soll es darin kleine Bilder geben, damit die Broschüre auch optisch anspricht. In meinem ersten Entwurf habe ich Bilder aus dem Internet eingesetzt, um eine Idee vom späteren Aussehen zu bekommen. Nun wäre es aber sehr aufwendig, alle Bildbesitzer danach zu fragen, ob wir deren Bilder verwenden dürften. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, eigene Bilder zu gestalten. Ich bin mal gespannt, wie sich das im Gesamteindruck machen wird.

Nun aber zum ersten “Klimaschädling”, der Kuh:

kuh-usw-001

Pupsende und rülpsende Kühe
In Kuhmägen entsteht Methan, ein Treibhausgas mit einer 23-mal stärkeren Treibhausgas- Wirkung als CO2. Die Verdauung von Wiederkäuern wie Rinder und Schafe ist mit einem Anteil von ca. 60% am stärksten an der globalen Methan-Emission beteiligt.

Abholzung von Waldflächen
Ein Großteil der weltweit abgeholzten (Urwald-)Flächen wird als Weidefläche für Rinder genutzt, fast der gesamte Rest dient dem Futtermittelanbau. Durch den Verlust der gigantischen Waldflächen wird weniger CO2 von den Bäumen aufgenommen.

Getreide- Verschwendung
Obwohl über 1 Milliarde Menschen weltweit hungern, wird fast die Hälfte des weltweit geernteten Getreides an Vieh verfüttert. Um nur ein Kilo Fleisch zu erzeugen müssen jedoch viele Kilo Getreide verfüttert werden, die sonst direkt verwertet werden könnten.

Wasser- Verschwendung
Zum einen muss das Vieh mit Trinkwasser versorgt werden und auch das angepflanzte Futtermittel wird mit Trinkwasser bewässert. Zum anderen wird das Grundwasser verschmutz, indem die Abwässer in den Wasserkreislauf zurück fließen. Auch bei der Weiterverarbeitung von Fleisch kommt es zu einer immensen Wasserverschwendung.

Zur Verteidigung der niedlichen Kuh sollte allerdings gesagt sein, dass Kühe natürlich nicht selber Schuld an ihrer Wirkung  auf unser Klima sind.  Erst der Mensch mit seinem übermäßig hohen Konsum von Fleisch (und Milchprodukten!) sorgt dafür, dass die bunt- gefleckten Vierbeiner zur Gefahr fürs weltweite Klima werden.

Kuh, Flugzeug, T-shirt … ?

12. Januar 2010

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Ich war gestern und heute sehr kreativ und habe diese Kunstwerke erstellt. Doch jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was hat dieses Bild bitte auf einem Klimablog zu suchen? Und in welchem Zusammenhang stehen Kuh, Flugzeug und T-shirt?
Ideen zu diesen Rätselfragen gerne direkt an mich :)!

Wenn auf dem Wecker vorne eine 5 steht, ist es eindeutig noch zu früh!

08. Januar 2010

Heute Morgen haben  Janina und ich den  Schulvortrag zum Klimawandel gehalten, von dem ich schon letztens mal sprach. Es lief eigentlich ganz gut, allerdings bin ich trotzdem vorher immer noch ein bisschen aufgeregt, deswegen bin ich ganz froh, dass wir ihn geschafft haben :)!
Wir mussten ziemlich früh aufstehen, denn die Schule liegt einmal am anderen Ende der Stadt und wir brauchen beide etwa eine  Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Janina meinte schon ganz passend:
Also, wenn auf dem Wecker vorne eine 5 steht, dann ist es eindeutig noch zu früh!

Die Klasse kannten wir schon, denn wir waren im Dezmber schon einmal dort, als wir einen Vortrag zu Fairem Handel halten sollten. “Vortrag” klingt da nur immer so steif. Tatsächlich haben wir unterschiedliche Methoden genutzt, bei denen die Klasse selbst aktiv werden musste. So mussten sie zum Beispiel einschätzen, wie stark die einzelnen Kontinente für den  CO2-Ausstoß verantwortlich sind. Dafür sollten sie schwarze Luftballons im richtigen Verhältnis auf die Kontinente aufteilen und anschließen aufpusten. Von den 17 Teilnehmenden standen dann zum Beispiel 2 in Europa und mussten 5 Luftballons aufblasen, in Afrika standen 3 Leute, mussten aber nur einen Luftballon aufpusten. Dadurch wurde die Verteilung ziemlich deutlich.

Nach diesem Spiel und einer kurzen Definition “Was bedeutet eigentlich Klimawandel” haben die Schüler/innen in kleinen Gruppen Berichte von unterschiedlichen Klimazeugen gelesen und anschließend vorgestellt, was sie an ihrem Bericht am meisten schockiert und beeindruckt hat.
Denn auch wenn wir heute vielleicht  noch nicht so viel vom Klimawandel spüren, sind trotzdem schon viele Menschen - besonders in südlichen und ärmeren Länderm-  von den Folgen betroffen und müssen um ihre Existenz und ihr Überleben bangen.

Eine Sache, die den meisten Schüler/innen gefallen hat, war der “Ökologische Fußabdruck”. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen, mit dem man seinen persönlichen Energie- und Resourcenverbrauch berechnen kann. Hier könnt ihr euren eigenen Fußabdruck berechnen und bekommt gleich ein paar Informationen und Tipps dazu: Dein Ökologischer Fußabdruck

Anschließend sammelten wir gemeinsam Ideen an der Tafel, wie man in den 4 Bereichen “Nahrung, Wohnen, Verkehr, und Konsum” etwas ändern könnte, um seine persönliche Energiebilanz zu verbessern.
Habt ihr auch noch Ideen, mit welchen kleinen Veränderungen im Alltag ihr eure Energiebilanz verbessern könntet?

Zurück aus der Versenkung

04. Januar 2010

Hallo ihr lieben Leserinnen und Leser!

Leider gab es hier in den letzten Wochen nicht wirklich was Neues von mir zu lesen, was mir sehr leid tut. Allerdings war ich ziemlich lange krank und anschließend in den Weihnachtsferien. Auch da hatte ich noch lange mit meiner dicken Erkältung zu kämpfen. So war ich jetzt gut 3 Wochen nicht mehr an meinem Arbeitsplatz.

Nun heißt es erst mal, alle E-Mails zu lesen und zu sortieren und wieder hier anzukommen. Am Freitag steht ein weiterer Schulvortrag - diesmal übers Klima- auf dem Programm, und auch sonst muss einiges geplant werden. Aber jetzt soll es hier möglichst schnell weiter gehen und wieder viel zu lesen geben.

Ich wünsche allen ein frohes und gutes neues Jahr!

Eure Eva

Weltklimagipfel in Kopenhagen

09. Dezember 2009

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Es ist soweit: Seit Montag findet in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen der Weltklimagipfel statt. Regierungsvertreter aus 192 Staaten sind angereist, um gemeinsam eine Lösung für die globalen Klimaprobleme zu finden und Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen.

Pastor Martin Haasler, im NMZ im kirchlichen Entwicklungsdiest tätig, ist selbst vorort und berichtet in spannenden E-Mails von seinen Eindrücken. Einen Auszüge aus seiner letzten Mail möchte ich euch hier schreiben, denn was ist schon anschaulicher, als ein persönlicher Bericht:

“Jan und ich haben uns dann am 4.12. auf dem Lübecker Bahnhof getroffen. Von dort ging es mit dem ICE direkt nach Kopenhagen. Der Zug war rappelvoll – und wir waren beide froh, noch eine Platzreservierung bekommen zu haben, wenn auch an den beiden Enden des Zuges. Der Zug rollte in Puttgarden direkt auf die Fähre, was meinen englischen Sitznachbarn geradezu entzückte. Der war (auf seiner Bahnfahrt von London nach Kopenhagen) inzwischen ganz begeistert von der deutschen Bahn und pries zudem die deutsche Klimapolitik im europäischen und weltweiten Vergleich.
Als wir auf Fehmarn an einem Windpark vorbeifuhren, strahlte er und sagte Dinge wie „How beautiful!“ und „That´s art!“. Er war ganz hingerissen von dem Anblick und meinte, das sei die Zukunft. Er gehört zu den NGO-Sprechern in Kopenhagen und erzählte mir von den Vorbereitungen der NGOs hinter den Kulissen: vom geplanten Sturm des Delegierten aus dem Süden auf das Tagungszentrum, den Verlauf der Demos  und den Umgang mit der erwarteten Härte der dänischen Polizei.
So begann meine Fahrt nach Kopenhagen im Klima-Gespräch und als wir in Kopenhagen eintrafen, da  war ich mir ziemlich sicher, dass in diesem Zug, vielleicht vom Lokführer abgesehen, wohl niemand nicht auf dem Weg zur Klimakonferenz war.”

Klima-Konsum-Stadtrundgang

07. Dezember 2009

Am Samstag Vormittag hatten Janina und ich eine Premiere: unser erster eigener Klima-Konsum-Stadtrundgang stand an.  Was man sich darunter vorstellen kann??? Einen kleinen Rundgang durch die Hamburger Innenstadt, bei dem sich die zu begleitende Gruppe an verschiedenen Stationen mit dem Klimawandel auseinandersetzen muss!

Unser Rundgang mit einer Konfigruppe began direkt am Hauptbahnhof. Auf einer freien Fläche gegenüber vom Deutschen Schauspielhaus spielten wir nach einer kurzen Begrüßung zum Einstieg das “Ampelspiel”. Dabei lasen wir den 12 Jungen und Mädchen unterschiedliche Aussagen zum Klimawandel vor. Auf den Boden hatten wir einen großen grünen und einen großen roten Kreis gemalt.  Die Jugendlichen sollten sich anschließend entscheiden, ob die Aussagen richtig oder falsch waren. Für “richtig” sollten sie sich in den grünen, für “falsch” in den roten Kreis stellen.

Als nächstes machten wir vor einem großen, bekannten Bücherladen in der Spitaler Straße halt. Hier klärte Janina die Jungs und Mädels über unseren Papierverbrauch und die Folgen für das Klima auf. Mit vielen Fragen und der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit, Fakten und etwas Witz gelang es Janina, große Augen und teilweise ziemlich  schockierte Gesichter zu erzeugen. Besonders dann, als kurzfristig die Panik entstand, die Konfis dürften in Zukunft nur noch Stofftaschentücher benutzen und müssten in Coffee-Shops ihre eigenen Becher mitbringen. Eigentlich keine schlechte Idee ;) .

Die dritte Station war zum Thema “Kleidung und Klima”. Dazu hielten wir vor einem Kleidungsgeschäft, das wir wohl alle kennen. Der Name besteht aus zwei roten Buchstaben und einem “&”. Dort ging es um die schlechten Arbeitsbedingungen der Näher/innen und um die enorme Umweltbelastung durch die Textilindustrie: beim Baumwollanbau werden viele tausend Liter Wasser verbraucht und außerdem unglaubliche Mengen an Pestiziden eingesetzt. Noch dazu kommen die irrsinnigen Transportwege, die so ein T-shirt oder eine Jeans zurücklegt. Hier bemerkt ein Mädchen ganz zu recht: “Das ist doch total unlogisch! Warum fertigen die denn nicht ein T-shirt in ein und dem selben Land an, anstatt es einmal um die halbe Welt zu fliegen??!”

Unsere letzte Staion lag vor dem großen gelben “M”. Hier behandelte Janina das Thema “Fleischkonsum und Klima” und machte den Konifs den Zusammenhang ziwschen Rindern, Treibhausgasen und der Erderwärmung klar. Keine einfache Sache bei Fastfood-liebenden Jugendlichen. Vorallem weil es nebenbei ziemlich kalt und die Stadt völlig überfüllt war.

Alles in allem war es aber eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung und ich glaube, zumindest der eine oder die andere hat wenigstens ein bisschen was über den Klimawandel mitgenommen.

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