Besuch von Fei Tevi

03. März 2010

Letzte Woche war ziemlich viel los bei uns. Unter anderem hatten wir sehr hohen Besuch, wenn auch nur für anderthalb Stunden. Der Generalsekretär der Konferenz der Pazifischen Kirchen (Pacific Conference of Churches), Fei Tevi, war gekommen um sich mit der Infostelle Klimagerechtigkeit über die Klimaschutzprojekte und Bildungsarbeit der Infostelle Klimagerechtigkeit auszutauschen und neue mögliche Projekt-Partnerschaften zu knüpfen.

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Es war ein ziemlich eindrückliches Erlebnis, als er von der Situation der Menschen auf den Pazifik-Inseln wie Samoa, Tuvalu oder Kiribas  sprach. Die Menschen dort sind schon heute durch den stetigen Anstieg des Meeresspiegels in der Gefahr, ihre Heimat zu verlieren. Die Inseln werden  im Meer versinken, wenn der Meeresspiegel weiter steigt und schon jetzt ist ein Leben dort kaum mehr möglich, weil Trinkwasser und Böden versalzen, keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann und die Häuser und Straßen überflutet werden.

Fei Tevi sprach von den Betroffenen  als “forced climate migrants”, also unfeiwillige Klimamigranten. Er möchte damit eine deutliche Unterscheidung  zu dem sonst üblicheren Begriff “Klimaflüchtling” schaffen. Dadurch würde deutlicher werden, dass die Menschen durch die veränderten Umweltbedingungen zur Migration gezwungen werden.

Doch die meisten Betroffenen bleiben - trotz der akkuten Bedrohung. Oder sie kommen zurück.

“Das ist doch ganz klar”, erklärt uns Fei Tevi. “Stellt euch mal vor, ihr würdet aus Hamburg einfach in die Alpen umgesiedelt werden. Ihr kennt dort niemanden, müsst euch ein neues Haus, ein neues Klo bauen, euch mit Essen versorgen. Ihr wärt doch auch unglücklich und würdet alles geben, um zurück zu kehren.”
Und genauso sieht es mit den Menschen im Pazifik aus. Die Fläche, die zur Verfügung steht schrumpft und schrumpft.

“Wenn sie früher ein Fußballfeld zum Leben hatten, dann haben sie nun eben noch ein halbes, und schließlich nur noch ein Viertel. Aber deswegen schon weggehen wollen sie trotzdem nicht.”

Wo “bio” drauf steht ist auch “bio” drin?

25. Februar 2010

Letzte Woche war ich auf meinem dritten FÖJ-Seminar im Haus Warwisch, einem netten Selbstversorger-Häuschen direkt an der Elbe. Vom Hamburger Hauptbahnhof ist man in einer Dreiviertelstunde mit Bus und Bahn dort, also wars eigentlich ganz gut zu erreichen.

Unser Thema für die Woche war “Ernährung und ökologische Landwirtschaft”. Extrem interessant, extrem vielseitig und extrem wichtig für uns FÖJlerInnen. Wir mussten uns die ganze Woche selbst versorgen, also in kleinen Koch-Gruppen für alle Mahlzeiten sorgen. Dafür hatten wir aber ausschließlich 1a-Bio-Lebensmittel zur Verfügung :).

Habt ihr auch schon mal den Satz “Wo bio drauf steht ist auch bio drin” gehört?
Mit dieser Frage haben wir uns in einer kleinen Gruppenarbeitsphase einen Vormittag beschäftigt.
Tatsächlich ist der Begriff “bio” heute geschützt und darf nicht verwendet werden, ohne dass die Qualität eines Produktes bestimmten Richtlinien entspricht. Allerdings gibt es hier noch ziemlich große Unterschiede, je nachdem, welcher  Siegel-Verband dahinter steht.

Das bekanntest Siegel ist wohl das EG-Bio-Siegel. Auf der Seite bio-siegel.de könnt ihr es sehen. Das Biosiegel steht dafür,

  • dass die Zutaten zu mindestens 95 % aus ökologischer Landwirtschaft stammen müssen,
  • dass es mindestens einmal im Jahr unabhängige Kontrollen von den EG-Kontrollstellen gibt,
  • dass keine Gentechnik und keine Kunstdünger eingesetzt werden dürfen,
  • dass die Tiere artgerecht gehalten werden müssen,
  • dass keine synthetisch-chemischen Pflanzenschutzmittel eingestzt werden dürfen,
  • dass durch diese Maßnahmen Böden, Luft und Wasser geschützt werden.

Andere Biosiegel, wie zum Beispiel die Siegel “Bioland” oder “Demeter”, die ihr hier sehen könnt, stehen dafür, dass sie mindestens die EG-Bio-Richtlinien erfüllen müssen. Zusätzlich haben sie aber noch strengere Richtlinien, z.B. bezüglich der Anzahl der gehaltenen Tiere auf einer bestimmten Fläche.

Noch etwas anderes sind die Siegel, die sich unterschiedliche Supermarkt-Ketten für ihre eigenen Bio-Marken ausdenken. Einige Beispiele könnt ihr hier sehen.
Diese Siegel müssen immer zusammen mit dem EG-Bio-Siegel stehen und erfüllen in der Regel auch nur die gleichen Richtlinien. Sie dienen also eigentlich nur zur Abgrenzung von anderen Supermarkt-Bio-Marken.

Die besten Bedingungen finden sich also tatsächlich bei den Siegeln wie “Bioland” oder “Demeter”, die ich oben schon genannt habe.

Mit solcher Thematik haben wir uns die ganze Woche beschäftigt. An einem Tag haben wir einen Ausflug zum Bioland Gut Wulksfelde gemacht. Dort bekamen wir eine tolle Führung durch die hofeigene Bäckerei und Packstation der Bio-Kisten, zu den Hühnern, Schweinen und Ziegen und durch den Hofladen. Bei einem kleinen Imbiss mit hofeigenen Produkten besprachen wir außerdem noch mal die positiven Folgen der ökologischen Landwirtschaft, die wirklich sehr vielschichtig sind:

  • Klimaschutz, z.B. durch weniger CO2-Emission, die bei der Herstellung von sythetischen, chemischen Düngemitteln enstehen würde
  • Schutz von gesunden (Acker-)Böden
  • Schutz der Kulturlandschaften
  • Artenschutz durch größere Vielfalt
  • Verbraucherschutz
  • Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen in ländlichen Regionen

Wie steht ihr zu diesem ganzen Bio-Thema? Haltet ihr das alles für sinnlos, übrtrieben und völlig überzogen? Oder gehört ihr auch zu denjenigen, die es total wichtig und gut finden, Bioprodukte zu kaufen und zu konsumieren? Schreibt mir eure Meinung!

Dritte Freundschafts-Seite

24. Februar 2010

Hallo ihr Lieben!
Heute bekommt ihr endlich meine eigene Freundin-Seite für die Erde. Nach Anna und Janina bin ich nun also die dritte. Vielleicht wollen ja noch mehr Leute eine Seite ausfüllen?! Schreibt mir einfach und ich kümmere mich darum :).

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Das Interview ist nun zu hören

22. Februar 2010

Mein Interview über das FÖJ ist nun im Internet. Auf der Seite von crosschannel.de könnt ihr es euch unter diesem Link anhören. Mich würde sehr interessieren, wie ihr es findet. Ich selbst bin mal wieder sehr kritisch, aber hört doch mal selbst.

Außerdem habe ich schon zwei ausgefüllte Seiten für das “Freundinnen und Freunde-Buch” bekommen. Hier könnt ihr sie sehen. Vielen Dank, Anna und Janina!

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Mitmachaktion: Freundschaftsbuch der Erde

11. Februar 2010

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Ich arbeite gerade an einer neuen Idee und habe Seiten für ein “Freundinnen und Freunde - Buch” gemalt. Besitzer dieses virtuellen Buchs ist die Erde. Ich stelle mir vor, dass sich jeder auf diesen Seiten eintragen kann der ein Freund/ eine Freundin der Erde ist.

Wenn ihr auch in das Freundschaftsbuch schreiben wollt (und mit einer Veröffentlichung einverstanden seid), dann könnt ihr mir einen Kommentar schreiben und ich schicke euch das Dokument per Mail zu. Oder ihr könnt eure Angaben direkt in das Kommentarfeld eintragen und ich fülle dann für euch die Seite aus.

Hoffentlich machen ganz viele Leute mit und es wird ein ganz dickes Buch :)!

Interview-Vorbereitung

10. Februar 2010

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Ich habe euch ja schon am Montag erzählt, dass ich gefragt wurde, ob ich ein Interview für ein Jugend-Internetradio geben möchte. Da der Termin dafür immer näher rückt (morgen Vormittag, 11 Uhr), bin ich doch langsam ein bisschen aufgeregt und bereite mich darauf vor, indem ich mir Karteikarten für mögliche Themen und Fragen schreibe.

Zum Glück habe ich sehr kompetente Chefinnen und Leute in der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung, die mir alle sinnvolle und beruhigende Tipps geben konnten. Es ist ja auch eigentlich gar nichts Großes, aber trotzdem … :)

Was liegt bei euch gerade so an?

Vom Briefe-eintüten und Interview-Plänen

08. Februar 2010

Diese Woche werde ich alleine in unserem Büro sein, weil Janina mit ihrer FÖJ-Gruppe zum 3. Seminar gefahren ist. Nächste Woche fahre ich dann weg. Wir Hamburger FÖJlerInnen wurden nämlich in zwei “Klein-”Gruppen aufgeteilt, weil 55 Leute für eine Gruppe und die meinsten Häuser einfach zu viele sind. Aber das vierte und fünfte Seminar werden wir wieder mit allen gemeinsam verbringen.

Auf jeden Fall ist es jetzt ganz schön still hier, aber ich habe natürlich etwas mehr zu tun als sonst, schließlich will die Arbeit für zwei erledigt sein.

Vormittags habe ich bei einer Eintüt-Aktion geholfen. Denn es wurden 1000 Exemplare einer neuen Publikation verschickt: Immer das Anschreiben, einen Bestellzettel und eine Anschauungsexemplar in einen Umschlag stecken, schön drauf achten, dass der Name auf dem Anschreiben und Bestellzettel übereinstimmt, zukleben. Ist auch die Adresse im Adressfenster vorne zu sehen? Sonst hast du was falsch gemacht! Und bloß nicht die Reihenfolge durcheinander bringen, schließlich gehen die Briefe nach Postleitzahl sortiert raus…

Klingt kompliziert und anstrengend? Ich finds eigentlich ganz lustig und helfe immer gerne, wenn mal wieder eine Versand-Aktion ansteht. Und je mehr Leute helfen, um so schneller gehts auch.

In meinem Posteingang habe ich später eine E-Mail gefunden, in der mich eine Frau vom Internetradio Crosschannel.de (das ist das Jugendradio vom ERF in Wetzlar) gefragt hat, ob ich zu einem Interview über das FÖJ und meine Einsatzstelle bereit wäre. Klingt spannend, oder? Ich bin jetzt zwar ein bisschen aufgeregt, habe aber noch ein paar Tage Zeit, mich innerlich darauf vorzubereiten. Am Donnerstag um 11 Uhr wollen wir dann nämlich ein Telefoninterview führen. Dann dürft ihr mich also nicht anrufen… die Leitung muss frei bleiben ;)!

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