Archiv für den Monat Februar 2010

Seiten: 1 2 nächste

Wo “bio” drauf steht ist auch “bio” drin?

Donnerstag, 25. Februar 2010

Letzte Woche war ich auf meinem dritten FÖJ-Seminar im Haus Warwisch, einem netten Selbstversorger-Häuschen direkt an der Elbe. Vom Hamburger Hauptbahnhof ist man in einer Dreiviertelstunde mit Bus und Bahn dort, also wars eigentlich ganz gut zu erreichen.

Unser Thema für die Woche war “Ernährung und ökologische Landwirtschaft”. Extrem interessant, extrem vielseitig und extrem wichtig für uns FÖJlerInnen. Wir mussten uns die ganze Woche selbst versorgen, also in kleinen Koch-Gruppen für alle Mahlzeiten sorgen. Dafür hatten wir aber ausschließlich 1a-Bio-Lebensmittel zur Verfügung :).

Habt ihr auch schon mal den Satz “Wo bio drauf steht ist auch bio drin” gehört?
Mit dieser Frage haben wir uns in einer kleinen Gruppenarbeitsphase einen Vormittag beschäftigt.
Tatsächlich ist der Begriff “bio” heute geschützt und darf nicht verwendet werden, ohne dass die Qualität eines Produktes bestimmten Richtlinien entspricht. Allerdings gibt es hier noch ziemlich große Unterschiede, je nachdem, welcher  Siegel-Verband dahinter steht.

Das bekanntest Siegel ist wohl das EG-Bio-Siegel. Auf der Seite bio-siegel.de könnt ihr es sehen. Das Biosiegel steht dafür,

  • dass die Zutaten zu mindestens 95 % aus ökologischer Landwirtschaft stammen müssen,
  • dass es mindestens einmal im Jahr unabhängige Kontrollen von den EG-Kontrollstellen gibt,
  • dass keine Gentechnik und keine Kunstdünger eingesetzt werden dürfen,
  • dass die Tiere artgerecht gehalten werden müssen,
  • dass keine synthetisch-chemischen Pflanzenschutzmittel eingestzt werden dürfen,
  • dass durch diese Maßnahmen Böden, Luft und Wasser geschützt werden.

Andere Biosiegel, wie zum Beispiel die Siegel “Bioland” oder “Demeter”, die ihr hier sehen könnt, stehen dafür, dass sie mindestens die EG-Bio-Richtlinien erfüllen müssen. Zusätzlich haben sie aber noch strengere Richtlinien, z.B. bezüglich der Anzahl der gehaltenen Tiere auf einer bestimmten Fläche.

Noch etwas anderes sind die Siegel, die sich unterschiedliche Supermarkt-Ketten für ihre eigenen Bio-Marken ausdenken. Einige Beispiele könnt ihr hier sehen.
Diese Siegel müssen immer zusammen mit dem EG-Bio-Siegel stehen und erfüllen in der Regel auch nur die gleichen Richtlinien. Sie dienen also eigentlich nur zur Abgrenzung von anderen Supermarkt-Bio-Marken.

Die besten Bedingungen finden sich also tatsächlich bei den Siegeln wie “Bioland” oder “Demeter”, die ich oben schon genannt habe.

Mit solcher Thematik haben wir uns die ganze Woche beschäftigt. An einem Tag haben wir einen Ausflug zum Bioland Gut Wulksfelde gemacht. Dort bekamen wir eine tolle Führung durch die hofeigene Bäckerei und Packstation der Bio-Kisten, zu den Hühnern, Schweinen und Ziegen und durch den Hofladen. Bei einem kleinen Imbiss mit hofeigenen Produkten besprachen wir außerdem noch mal die positiven Folgen der ökologischen Landwirtschaft, die wirklich sehr vielschichtig sind:

  • Klimaschutz, z.B. durch weniger CO2-Emission, die bei der Herstellung von sythetischen, chemischen Düngemitteln enstehen würde
  • Schutz von gesunden (Acker-)Böden
  • Schutz der Kulturlandschaften
  • Artenschutz durch größere Vielfalt
  • Verbraucherschutz
  • Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen in ländlichen Regionen

Wie steht ihr zu diesem ganzen Bio-Thema? Haltet ihr das alles für sinnlos, übrtrieben und völlig überzogen? Oder gehört ihr auch zu denjenigen, die es total wichtig und gut finden, Bioprodukte zu kaufen und zu konsumieren? Schreibt mir eure Meinung!

Dritte Freundschafts-Seite

Mittwoch, 24. Februar 2010

Hallo ihr Lieben!
Heute bekommt ihr endlich meine eigene Freundin-Seite für die Erde. Nach Anna und Janina bin ich nun also die dritte. Vielleicht wollen ja noch mehr Leute eine Seite ausfüllen?! Schreibt mir einfach und ich kümmere mich darum :).

seite-erde-eva-neu-klein

Das Interview ist nun zu hören

Montag, 22. Februar 2010

Mein Interview über das FÖJ ist nun im Internet. Auf der Seite von crosschannel.de könnt ihr es euch unter diesem Link anhören. Mich würde sehr interessieren, wie ihr es findet. Ich selbst bin mal wieder sehr kritisch, aber hört doch mal selbst.

Außerdem habe ich schon zwei ausgefüllte Seiten für das “Freundinnen und Freunde-Buch” bekommen. Hier könnt ihr sie sehen. Vielen Dank, Anna und Janina!

seite-erde-anna

seite-erde-janina

Mitmachaktion: Freundschaftsbuch der Erde

Donnerstag, 11. Februar 2010

kopie-2-von-deckblatt-erde
kopie-von-kopie-von-seite-erde

Ich arbeite gerade an einer neuen Idee und habe Seiten für ein “Freundinnen und Freunde - Buch” gemalt. Besitzer dieses virtuellen Buchs ist die Erde. Ich stelle mir vor, dass sich jeder auf diesen Seiten eintragen kann der ein Freund/ eine Freundin der Erde ist.

Wenn ihr auch in das Freundschaftsbuch schreiben wollt (und mit einer Veröffentlichung einverstanden seid), dann könnt ihr mir einen Kommentar schreiben und ich schicke euch das Dokument per Mail zu. Oder ihr könnt eure Angaben direkt in das Kommentarfeld eintragen und ich fülle dann für euch die Seite aus.

Hoffentlich machen ganz viele Leute mit und es wird ein ganz dickes Buch :)!

Interview-Vorbereitung

Mittwoch, 10. Februar 2010

karten-klein eva-klein nur-karten-klein

Ich habe euch ja schon am Montag erzählt, dass ich gefragt wurde, ob ich ein Interview für ein Jugend-Internetradio geben möchte. Da der Termin dafür immer näher rückt (morgen Vormittag, 11 Uhr), bin ich doch langsam ein bisschen aufgeregt und bereite mich darauf vor, indem ich mir Karteikarten für mögliche Themen und Fragen schreibe.

Zum Glück habe ich sehr kompetente Chefinnen und Leute in der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung, die mir alle sinnvolle und beruhigende Tipps geben konnten. Es ist ja auch eigentlich gar nichts Großes, aber trotzdem … :)

Was liegt bei euch gerade so an?

Vom Briefe-eintüten und Interview-Plänen

Montag, 08. Februar 2010

Diese Woche werde ich alleine in unserem Büro sein, weil Janina mit ihrer FÖJ-Gruppe zum 3. Seminar gefahren ist. Nächste Woche fahre ich dann weg. Wir Hamburger FÖJlerInnen wurden nämlich in zwei “Klein-”Gruppen aufgeteilt, weil 55 Leute für eine Gruppe und die meinsten Häuser einfach zu viele sind. Aber das vierte und fünfte Seminar werden wir wieder mit allen gemeinsam verbringen.

Auf jeden Fall ist es jetzt ganz schön still hier, aber ich habe natürlich etwas mehr zu tun als sonst, schließlich will die Arbeit für zwei erledigt sein.

Vormittags habe ich bei einer Eintüt-Aktion geholfen. Denn es wurden 1000 Exemplare einer neuen Publikation verschickt: Immer das Anschreiben, einen Bestellzettel und eine Anschauungsexemplar in einen Umschlag stecken, schön drauf achten, dass der Name auf dem Anschreiben und Bestellzettel übereinstimmt, zukleben. Ist auch die Adresse im Adressfenster vorne zu sehen? Sonst hast du was falsch gemacht! Und bloß nicht die Reihenfolge durcheinander bringen, schließlich gehen die Briefe nach Postleitzahl sortiert raus…

Klingt kompliziert und anstrengend? Ich finds eigentlich ganz lustig und helfe immer gerne, wenn mal wieder eine Versand-Aktion ansteht. Und je mehr Leute helfen, um so schneller gehts auch.

In meinem Posteingang habe ich später eine E-Mail gefunden, in der mich eine Frau vom Internetradio Crosschannel.de (das ist das Jugendradio vom ERF in Wetzlar) gefragt hat, ob ich zu einem Interview über das FÖJ und meine Einsatzstelle bereit wäre. Klingt spannend, oder? Ich bin jetzt zwar ein bisschen aufgeregt, habe aber noch ein paar Tage Zeit, mich innerlich darauf vorzubereiten. Am Donnerstag um 11 Uhr wollen wir dann nämlich ein Telefoninterview führen. Dann dürft ihr mich also nicht anrufen… die Leitung muss frei bleiben ;)!

Eine ganz normale Woche als FÖJlerin

Freitag, 05. Februar 2010

Heute bekommt ihr mal einen kleinen Überblick über Janinas und meine Woche. Ich habe hier natürlich nur die besonderen Ereignisse hervorgehoben. Die üblichen Dinge, die nebenbei laufen (Anfragen zu Vorträgen bearbeiten, Koffer verleihen, Blogeinträge schreiben, Briefe eintüten und verschicken, E-Mails bearbeiten …. und und und…. gehören auch noch dazu - ist ja klar. Sind aber eben nicht so spannend.

Montag:

Weil sich eine Frau den Solarkocher ausleihen wollte, mussten Janina und ich bei eisigen Temperaturen zur Solarinsel stapfen und den Kocher dort hinausholen. Dank Julias Hilfe war es aber ein schnell zu erledigender Arbeitseinsatz. Trotzdem, die ganzen vereisten Schnallen zu öffnen war kein Vergnügen. Aber die Frau hat sich natürlich gefreut, als der Kocher gleich bereit stand.

Wisst ihr denn überhaupt, was die Solarinsel ist? Es handelt sich um einen super coolen Anhänger, der auch verliehen wird. Wenn die Insel in ihrer vollen Größe aufgebaut ist, kann daran ganz viel zu Stromerzeugung mit Sonnenenergie erkundet werden. Denn es gibt Photovoltaik-Zellen zur Stromerzeugung, einen mit diesem Strom betriebenen Wasserkocher, einen Solarkocher und eine Kochkiste. Wirklich spannend!
solarinsel-im-schnee Die Solarinsel im Schnee

Nachmittags waren wir dann noch bei einem Seniorenkreis, um dort etwas über die Kampagne für “Saubere” Kleidung, die Textilindrustrie und Arbeitsbendingungen der NäherInnen zu erzählen. Es war ein langer Weg bis nach Poppenbüttel. Eigentlich hatten wir mit gut einer Stunde gerechnet, aber weil wirklich jeder Bus und jede Bahn irgendwie verspätet, beschädigt oder sonst irgendwie eingeschränkt war, sind wir erst nach zwei Stunden angekommen. Trotz Glatteis waren immerhin 14 Interessierte gekommen und es wurde eine nette, kleine Diskusionsrunde.
ccc-material Info-Material für den Kleidungs-Vortrag

Dienstag:

Dienstags haben wir immer morgens um 9.00 - also sehr früh für junge Leute, die vieeel Schlaf brauchen ;) - die sogenannte Dienstagsrunde, bei der alle Leute aus dem Haus zusammen kommen und darüber sprechen, was aktuell so ansteht und zu klären ist. Diese Woche hat das allerdings nur eine Viertelstunde gedauert, so dass wir einen langen Vormittag hatten.

Zum Glück kam dann aber noch eine freudige Überraschung, denn endlich ist der Hackenporsche angekommen, den wir für das Material bei den Klima-Stadtrundgängen brauchen. Janina hat also das riesige Paket hoch geschleppt und es neugierig geöffnet. Et voilà: Paul Porsche! Ein wunderschöner, dunkelblauer Hackenporsche mit ganz viel Platz für unser Material! Die Anfragen können kommen!!!
paul-porsche Unser neuer Hackenporsche Paul Porsche.

Mittwoch:

Eigentlich war für Mittwoch noch ein zweites Mal der Vortrag vom Montag geplant, und zwa in einem Seniorenkreis in Großhansdorf. Dieser Termin wurde dann aber doch wegen der Wetterverhältnisse abgesagt und auf Juni verschoben.

Dafür kamen aber gegen Mittag zwei Freunde aus der Bramfelder Laterne vorbei, die all die super coolen Lernkoffer zusammengestellt haben. Sie brachten uns ganz viele tolle Sachen:
Die fertigen Broschüren, in denen alle Lernkoffer im Überblick vorgestellt werden, für jeden der Koffer, die wir hier zur ausleihe haben, neues Material und neue Inhaltsverzeichnisse, eine Fußballtasche passend zur WM´10, eine neue Orangensafttasche und einen neuen Papua-Neuguinea-Koffer.

Jetzt sind grade fast alle Koffer ausgeliehen, denn die ganze Woche über wurden immer wieder welche abgeholt. Gerade ausgeliehen sind: alle Klimakoffer, der Fußballkoffer und die Tasche, der Indienkoffer, der Kakaokoffer, der Textilproduktionskoffer und der T-Shirtkoffer. Jetzt haben wir nur noch den Regenwaldkoffer, den Papua-Neuguineakoffer und die Orangensafttasche da.
leeres-kofferregal Das leere Regal, wo sonst die ganzen Koffer stehen.

Donnerstag:

Endlich habe ich dafür gesorgt, dass dieser Blog auf der Hauptseite der Infostelle Klimagerechtigkeit verlinkt wurde. Denn schon mehrmals wurde ich jetzt angesporchen, dass es sehr schwer sein, meinen Blog im Internet zu finden. Entweder kann man jetzt über die Seite der IKG gehen, oder ein ganz heißer Tipp: bei den Internet-suchmaschinen “Eva denkt” eingeben. Dann habt ihr mich sofort.
ikg-seiteDie Internetseite der Infostelle Klimagerechitgkeit

Freitag / Heute:

Während ich die ganze Zeit an meinem Blogeintrag und den Fotos rumbastel, hat Janina neue Kontinent-Karten für das Weltverteilungspiel gemalt. Dafür hat sie sich immer eine Vorlage aus dem Internet gesucht und groß kopiert und anschließend auf buntes Papier durchgezeichnet. Ganz geschickt hat sie sich dafür ans Fenster gestellt um die Umrisse besser nachzeichnen zu können.
janina-malt-kontinente Die fleißige Janina beim Malen der Kontinente

Seiten: 1 2 nächste