Habe ich euch eigentlich schon von unserem Ausflug in das Klimahaus Bremerhaven erzählt? Es ist schon ein paar Tage her, aber bestimmt noch einen Blog-Eintrag wert.
Mit der gesamten Hamburger FÖJ-Gruppe, also mit gut 55 Leuten, trafen wir uns früh morgens am Hauptbahnhof um von dort aus mit einem gemieteten Bus nach Bremerhaven ins Klimahaus zu fahren. Auf Grund der Wetterlage und den damit verbundenen schlechten Straßenverhältnissen entschied sich der Busfahrer gegen die A1 und für die Bundesstraße. So waren wir gut 3,5 Stunden unterwegs, allerdings auch mit mehreren kurzen Stops.
Im Klimahaus angekommen besuchten wir in drei kleineren Gruppen die vier unterschiedlichen Bereiche der Ausstellung. Meine Gruppe, in der glücklicherweise auch Janina war, hat sich zu erst auf die “Reise” begeben. In einer einmaligen Ausstellung wurden wir in mehreren Räumen durch die unterschiedlichsten Länder, Kontinente und Klimazonen geleitet. Unser Weg führte durch Bremerhaven, das Isetal (Schweiz), Sardininen (Italien), Kanak (Niger), Ikenge (Kamerun), Königin-Maud-Lamd (Antarktis), Satitoa (Samoa), Gambell (Alaska) und Hallig Langeneß (Deutschland). Es gab viel zu bestaunen und auszuprobieren, überall erwartete uns ein anderes Klima das irgendwo ziwschen eisigen Minustemperaturen und tropischen 35 Grad Celsius lag. Dabei fuhren wir Zug, Seilbahn und Auto, kamen durch die Wüste, mussten bei Nacht durch den Dschungel laufen, über Hängebrücken klettern, die vereisete Einsamkeit der Antarktis durchqueren, begegneten bunten Fischen und Urlaubsfeeling am Strand, Insekten und Echsen.




Nach der Reise aßen wir etwas und begaben uns anschließend noch in die drei anderen Bereiche der Ausstellung. Als erstes gingen wir in die Ausstellung “Chancen”. Hier ging es darum, seine eigene Beteiligung am Klimawandel zu verstehen und was man selbst alles bewegen kann. An kleinen Monitoren ließ sich die eigene CO2-Bilanz berechnen, ähnlich wie beim ökologischen Fußabdruck. Mittels vieler verschiedener Spiele und Versuche bekamen wir Tipps zum Energiesparen und klimabewussten Leben.
In der Austellung “Elemente” ging es - wie könnte es anders sein - um die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Was haben die Elemente mit unserem Klima zu tun? Was wäre, wenn plötzlich auf der ganzen Erde keine Sonnne mehr scheinen würde? Wie fühlen sich die Windstärken eigentlich an? All diese Fragen und noch vieles Mehr bekamen wir hier beantwortet. Dazu konnten wir dutzende Versuche und Experimente machen und ganz viel ausprobieren.




Wie es im Jahr 2050 auf unserem Planeten aussehen könnte, verdeutlichte die letzte Ausstellung “Perspektiven”. In verschiedenen Szenarien wurde dort dargestellt, wie es mit der Erde weiter gehen könnte, wenn sich nichts an unserem Klima ändert und wir einfach so weiter machen, wie bisher. Jedem Land aus der “Reise” wurde ein eigener Bereich gewidmet und auch dargestellt, welche klimatischen Veränderungen schon heute zu einer Bedrohung für die Menschen dort werden.
Nachdem wir so viele neue Eindrücke gesammelt hatten und extrem viele interessante Dinge über das Klima erfahren hatte, fuhren wir etwas erschöpft aber ganz zufrieden nach Hause. Der einzige Nachteil an der Ausstellung ist meiner Meinung nach, dass es einfach so viel zu sehen, lesen und ausprobieren gibt, dass man irgendwann aufgibt, alles gelesen zu haben. Dafür müsste man wohl noch mal und noch mal hinfahren. Wenn ihr auch mal nach Bremerhaven ins Klimahaus wollt und auf dem 8. Längengrad Ost die Erde bereisen wollt, ich kann es euch nur dringenst empfehlen.









