
Es ist soweit: Seit Montag findet in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen der Weltklimagipfel statt. Regierungsvertreter aus 192 Staaten sind angereist, um gemeinsam eine Lösung für die globalen Klimaprobleme zu finden und Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen.
Pastor Martin Haasler, im NMZ im kirchlichen Entwicklungsdiest tätig, ist selbst vorort und berichtet in spannenden E-Mails von seinen Eindrücken. Einen Auszüge aus seiner letzten Mail möchte ich euch hier schreiben, denn was ist schon anschaulicher, als ein persönlicher Bericht:
“Jan und ich haben uns dann am 4.12. auf dem Lübecker Bahnhof getroffen. Von dort ging es mit dem ICE direkt nach Kopenhagen. Der Zug war rappelvoll – und wir waren beide froh, noch eine Platzreservierung bekommen zu haben, wenn auch an den beiden Enden des Zuges. Der Zug rollte in Puttgarden direkt auf die Fähre, was meinen englischen Sitznachbarn geradezu entzückte. Der war (auf seiner Bahnfahrt von London nach Kopenhagen) inzwischen ganz begeistert von der deutschen Bahn und pries zudem die deutsche Klimapolitik im europäischen und weltweiten Vergleich.
Als wir auf Fehmarn an einem Windpark vorbeifuhren, strahlte er und sagte Dinge wie „How beautiful!“ und „That´s art!“. Er war ganz hingerissen von dem Anblick und meinte, das sei die Zukunft. Er gehört zu den NGO-Sprechern in Kopenhagen und erzählte mir von den Vorbereitungen der NGOs hinter den Kulissen: vom geplanten Sturm des Delegierten aus dem Süden auf das Tagungszentrum, den Verlauf der Demos und den Umgang mit der erwarteten Härte der dänischen Polizei.
So begann meine Fahrt nach Kopenhagen im Klima-Gespräch und als wir in Kopenhagen eintrafen, da war ich mir ziemlich sicher, dass in diesem Zug, vielleicht vom Lokführer abgesehen, wohl niemand nicht auf dem Weg zur Klimakonferenz war.”



