Archiv für den Monat Dezember 2009

Weltklimagipfel in Kopenhagen

Mittwoch, 09. Dezember 2009

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Es ist soweit: Seit Montag findet in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen der Weltklimagipfel statt. Regierungsvertreter aus 192 Staaten sind angereist, um gemeinsam eine Lösung für die globalen Klimaprobleme zu finden und Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen.

Pastor Martin Haasler, im NMZ im kirchlichen Entwicklungsdiest tätig, ist selbst vorort und berichtet in spannenden E-Mails von seinen Eindrücken. Einen Auszüge aus seiner letzten Mail möchte ich euch hier schreiben, denn was ist schon anschaulicher, als ein persönlicher Bericht:

“Jan und ich haben uns dann am 4.12. auf dem Lübecker Bahnhof getroffen. Von dort ging es mit dem ICE direkt nach Kopenhagen. Der Zug war rappelvoll – und wir waren beide froh, noch eine Platzreservierung bekommen zu haben, wenn auch an den beiden Enden des Zuges. Der Zug rollte in Puttgarden direkt auf die Fähre, was meinen englischen Sitznachbarn geradezu entzückte. Der war (auf seiner Bahnfahrt von London nach Kopenhagen) inzwischen ganz begeistert von der deutschen Bahn und pries zudem die deutsche Klimapolitik im europäischen und weltweiten Vergleich.
Als wir auf Fehmarn an einem Windpark vorbeifuhren, strahlte er und sagte Dinge wie „How beautiful!“ und „That´s art!“. Er war ganz hingerissen von dem Anblick und meinte, das sei die Zukunft. Er gehört zu den NGO-Sprechern in Kopenhagen und erzählte mir von den Vorbereitungen der NGOs hinter den Kulissen: vom geplanten Sturm des Delegierten aus dem Süden auf das Tagungszentrum, den Verlauf der Demos  und den Umgang mit der erwarteten Härte der dänischen Polizei.
So begann meine Fahrt nach Kopenhagen im Klima-Gespräch und als wir in Kopenhagen eintrafen, da  war ich mir ziemlich sicher, dass in diesem Zug, vielleicht vom Lokführer abgesehen, wohl niemand nicht auf dem Weg zur Klimakonferenz war.”

Klima-Konsum-Stadtrundgang

Montag, 07. Dezember 2009

Am Samstag Vormittag hatten Janina und ich eine Premiere: unser erster eigener Klima-Konsum-Stadtrundgang stand an.  Was man sich darunter vorstellen kann??? Einen kleinen Rundgang durch die Hamburger Innenstadt, bei dem sich die zu begleitende Gruppe an verschiedenen Stationen mit dem Klimawandel auseinandersetzen muss!

Unser Rundgang mit einer Konfigruppe began direkt am Hauptbahnhof. Auf einer freien Fläche gegenüber vom Deutschen Schauspielhaus spielten wir nach einer kurzen Begrüßung zum Einstieg das “Ampelspiel”. Dabei lasen wir den 12 Jungen und Mädchen unterschiedliche Aussagen zum Klimawandel vor. Auf den Boden hatten wir einen großen grünen und einen großen roten Kreis gemalt.  Die Jugendlichen sollten sich anschließend entscheiden, ob die Aussagen richtig oder falsch waren. Für “richtig” sollten sie sich in den grünen, für “falsch” in den roten Kreis stellen.

Als nächstes machten wir vor einem großen, bekannten Bücherladen in der Spitaler Straße halt. Hier klärte Janina die Jungs und Mädels über unseren Papierverbrauch und die Folgen für das Klima auf. Mit vielen Fragen und der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit, Fakten und etwas Witz gelang es Janina, große Augen und teilweise ziemlich  schockierte Gesichter zu erzeugen. Besonders dann, als kurzfristig die Panik entstand, die Konfis dürften in Zukunft nur noch Stofftaschentücher benutzen und müssten in Coffee-Shops ihre eigenen Becher mitbringen. Eigentlich keine schlechte Idee ;) .

Die dritte Station war zum Thema “Kleidung und Klima”. Dazu hielten wir vor einem Kleidungsgeschäft, das wir wohl alle kennen. Der Name besteht aus zwei roten Buchstaben und einem “&”. Dort ging es um die schlechten Arbeitsbedingungen der Näher/innen und um die enorme Umweltbelastung durch die Textilindustrie: beim Baumwollanbau werden viele tausend Liter Wasser verbraucht und außerdem unglaubliche Mengen an Pestiziden eingesetzt. Noch dazu kommen die irrsinnigen Transportwege, die so ein T-shirt oder eine Jeans zurücklegt. Hier bemerkt ein Mädchen ganz zu recht: “Das ist doch total unlogisch! Warum fertigen die denn nicht ein T-shirt in ein und dem selben Land an, anstatt es einmal um die halbe Welt zu fliegen??!”

Unsere letzte Staion lag vor dem großen gelben “M”. Hier behandelte Janina das Thema “Fleischkonsum und Klima” und machte den Konifs den Zusammenhang ziwschen Rindern, Treibhausgasen und der Erderwärmung klar. Keine einfache Sache bei Fastfood-liebenden Jugendlichen. Vorallem weil es nebenbei ziemlich kalt und die Stadt völlig überfüllt war.

Alles in allem war es aber eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung und ich glaube, zumindest der eine oder die andere hat wenigstens ein bisschen was über den Klimawandel mitgenommen.

Teicheinsatz im Umweltzentrum

Freitag, 04. Dezember 2009

Vor zwei Tagen haben sich ein paar Leute aus unserer FÖJ-Gruppe zum Teicheinsatz im Umweltzentrum Kalrshöhe getroffen. Der Morgen war wunderschön: es war zwar bitter kalt, aber die Sonne strahlte vom blauen Himmel und die Eiskristalle an den Blättern und Gräsern glitzerten im Morgenlicht. Warm eingepackt kam ich auf das Gelände vom Umweltzentrum. Von einem Hahnenschrei begrüßt, fühlte ich mich direkt in ländlicher Idylle. Und das mitten in der Stadt.

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Insgesamt waren 12 Leute dabei, einige davon direkt aus dem Umweltzentrum.
Eigentlich wollten wir aus einem kleinen Teich die Algen und den Pflanzenwuchs entfernen. Aber da die Wasseroberfläche gefroren war und wir die kleinen Reptilien in diesem Teich nicht stören durften, mussten wir auf einen etwas größeren Teich ausweichen. Der war zwar auch etwas zugefroren, bot den Tierchen aber noch genug Rückzugsmöglichkeiten.

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So gingen wir mit Sägen, Gartenscheren, Haken und Mistgabeln zu Werk. Die Büsche und Bäume direkt am Ufer wurden zurückgeschnitten, alte Äste, Zweige und allerlei Krempel aus dem Wasser gefischt und das Ufer von  Laub befreit.

Sinn der ganzen Sache war, dass ab Frühjahr die Kindergruppen im Umweltzentrum weiterhin mit ihren Keschern im Teich auf Entdeckungsreise gehen und die Wasserwelt erkunden können.

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Nach getaner Arbeit gab es noch ein leckeres, warmes Mittagessen in der Gemeinschaftsküche. Es war ein sehr lustiger, erfolgreicher und kalter Arbeitseinsatz, der total viel Spaß gemacht hat.